Projekt

Das Projekt “Flucht und Queer – Ankommen in Deutschland” des LSVD⁺ – Verband Queere Vielfalt setzt sich auf nationaler Ebene für die nachhaltige Integration und gesellschaftliche Teilhabe von LSBTIQ+AQ*-Geflüchteten, Neuzugewanderten und Menschen mit Migrationshintergrund ein. Das Projekt zielt darauf ab, Menschen, die aufgrund von sexueller Orientierung, Geschlechtsidentität, Herkunft oder Aufenthaltsstatus von Mehrfachdiskriminierung betroffen sind, zu stärken.

Viele queere Geflüchtete sehen sich neben fluchtbedingten Belastungen mit erheblichen Hürden beim Zugang zu Arbeit, Bildung, Wohnraum, Gesundheitsversorgung und gesellschaftlicher Teilhabe konfrontiert. Gleichzeitig fehlt es in vielen Institutionen und Arbeitskontexten an diskriminierungssensiblen Strukturen und spezifischem Fachwissen im Umgang mit den Bedürfnissen dieser Zielgruppe. Genau an dieser Stelle setzt das Projekt an.

Das Projekt verbindet individuelle Unterstützung mit struktureller Veränderung und digitalen Angeboten, um eine ganzheitliche und nachhaltige Wirkung zu erzielen. Im Mittelpunkt stehen diese Angebote:

  • ein breites Spektrum an Qualifizierungs- und Schulungsangeboten für Fachkräfte, Unternehmen, Verwaltungen, Bildungseinrichtungen und Ehrenamtliche,
  • die Schaffung von Empowerment- und Peer-to-Peer-Strukturen innerhalb der queeren Communities,
  • digitale Lern- und Informationsangebote.

Darüber hinaus werden bundesweite Vernetzungs- und Austauschformate angeboten.

Ein zentraler Bestandteil ist der Peer-to-Peer-Ansatz: LSBTIQ+AQ*-Geflüchteten, Neuzugewanderte und Menschen mit Migrationshintergrund werden zu Peer Begleiter*innen qualifiziert. So können sie andere Betroffene niedrigschwellig, kultursensibel und auf Augenhöhe unterstützen. Die Schaffung nachhaltiger Unterstützungsstrukturen innerhalb der Community ist von entscheidender Bedeutung, um Vertrauen aufzubauen und Zugangsbarrieren zu reduzieren.

Darüber hinaus wird im Rahmen des Projekts eine digitale Selbstlern-App mit Informationen zu den Themen Arbeitsmarktintegration, Aufenthaltsrecht, Unterstützungsangebote und gesellschaftliche Teilhabe entwickelt. Die digitalen Angebote ermöglichen einen ortsunabhängigen Zugang zu Wissen und Unterstützung. Sie sind insbesondere für Menschen geeignet, die keinen Zugang zu lokalen Beratungsstrukturen haben oder anonym Hilfe suchen.

Durch die Zusammenarbeit mit queeren Netzwerken, migrantischen Selbstorganisationen, Arbeitgeber*innen, Bildungs- und Integrationsakteur*innen entsteht ein nachhaltiges Netzwerk für diskriminierungssensible Integration und gesellschaftliche Teilhabe. Das Projekt leistet damit einen konkreten Beitrag zu den Zielen Antidiskriminierung, Fachkräftesicherung, gesellschaftlicher Zusammenhalt und einer offenen, vielfältigen Gesellschaft.

Kontakt:
ed.dvsl@flow.ani

ed.dvsl@azar.htilil

Unsere Angebote:


Das alte Projekt
Ziel des neuen LSVD⁺-Projektes „Fluchtgrund queer: Queer Refugees Deutschland“ ist es, die deutschlandweit bestehenden Vernetzungsstrukturen weiter auszubauen. Kommunale Mitarbeitende und alle anderen, die mit Geflüchteten arbeiten, werden von uns für die besonderen Bedarfe von LSBTIQ+-Geflüchteten sensibilisiert. Durch die erlangten Fachkenntnisse können die Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen mit mehr Handlungssicherheit und zielgenauer auf die Bedürfnisse dieser besonders vulnerablen Geflüchteten eingehen.

Zudem liegt unser Arbeitsschwerpunkt unter anderem auf der Sensibilisierung und Vorbereitung von Integrations- und Berufssprachkurs-Leitenden zum Thema „sexuelle und geschlechtliche Vielfalt bestärken“. Ein eigens dazu entworfenes Lehrbuch wird den Kursleitenden in Schulungen nahegebracht und für Ihre Arbeit kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Auf dieser Website finden Sie zahlreiche Informationen und deutschlandweite Anlaufstellen in einem übersichtlichen Online-Mapping. Außerdem steht die Seite Interessierten in neun verschiedenen Sprachen und leichter Sprache zur Verfügung.

Weiterhin kann kostenfrei Informationsmaterial rund um das Thema LSBTIQ+-Geflüchtete bei uns bestellt werden.

Sie sind selbst im Bereich Geflüchteten Hilfe oder für eine LSBTIQ+- Organisation tätig?

Gern schulen und beraten wir Sie und Ihre Kolleg*innen im Rahmen des Projektes in Bezug auf Ihre Arbeit mit geflüchteten LSBTIQ+-Personen.

Sind Sie selbst eine geflüchtete LSBTIQ+-Person und suchen Anschluss oder Beratung? Gern vermitteln wir Sie unbürokratisch an die für Ihr Anliegen passende Anlaufstelle in Ihrer Nähe. Haben Sie Interesse? Sprechen Sie uns an!

Diesen Text gibt es auch in leichter Sprache.

Ein Asylantrag für Deutschland kann nur in Deutschland gestellt werden. Wenn Sie sich noch im Ausland befinden und nach Deutschland einreisen möchten, um dann Asyl zu beantragen, können wir Ihnen leider keine Hilfe anbieten.

 

Ein legaler Weg, um nach Deutschland einzureisen und dort zu leben, ist zum Beispiel ein Arbeitsvisum oder ein Studienvisum. Informieren Sie sich dazu bitte bei der Deutschen Botschaft in Ihrem Land.